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Willkommen
Unser Sommerfest am 4. Juli war auch eine Geburtstagsparty. Gemeinsam mit rund tausend Gästen haben wir den 30. Geburtstag von Piluweri gefeiert.
Los ging's um 13:30 Uhr mit einem Festakt: Auf der Wiese zwischen Kirsch- und Walnussbäumen hat Frank Eyhorn, unser stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, mit unserem Mit-Gründer und Gesellschafter Horst Ritter ein munteres Zwiegespräch geführt: Was ist eigentlich die Aufgabe eines Gärtners, wo doch Pflanzen von alleine wachsen? Wie war das, als die vier jungen Gärtner und Landwirte Michael Pickel, Matthias Ludwig, Horst Ritter und sehr bald dann auch Richard Specht zum ersten Mal hier auf dem Stockacker standen und inmitten von konventionellen Mais- und Getreidefeldern biodynamisch Gemüse anbauen wollten? Die Begeisterung über den Standort hielt sich zunächst in Grenzen, bekannte Horst Ritter. Doch nicht nur das Gemüse, auch die Liebe zum Stockacker sei mit den Jahren gewachsen. Nur eines wies Horst Ritter entschieden von sich: Dass er stolz auf das Geleistete sei.
"Wenn ich auf die 30 Jahre zurückblicke, empfinde ich vor allem Freude."
Wie Piluweri mit der Generationsübergabe organisch weiter wachsen soll, hat unser Vorstandsmitglied Michael Meuser skizziert. Ein weiser Rat laute: „Große Dinge gehe man mit Leichtigkeit an, kleine Dinge ernsthaft.“ Genau das passiere gegenwärtig bei uns.
Gechillt am Schreibtisch sitzen und klotzig verdienen oder lieber biodynamisch Gemüse anbauen? "Gärtnern natürlich!" - die Antwort unserer Azubis und jungen Kolleg:innen kam aus tiefstem Herzen. Sie haben sich auch von den scharfen Fragen des Vertreters der "Agentur Mies & Fies" nicht beirren lassen. Michael Meuser hat die Rolle des "bad guy" übernommen - versteckt in zwei großen Holzkisten. Ja, wir machen uns den Rücken krumm und die Hände dreckig. Egal, ob die Sonne brennt oder es aus Kübeln schüttet. Denn wir wollen, dass hier bei uns auch in Zukunft gesundes Gemüse angebaut wird.
Zum Abschluss haben wir alle gemeinsam "Freude, schöner Götterfunken" gesungen. Das perfekte Geburtstagsständchen. Und unsere Gründer durften freudig eine dreistöckige Rüblitorte anschneiden - ein Überraschung aller Piluweris für die vier "Ur-Piluweris".
Am Nachmittag gab's dann Mitmachaktionen wie Blumenkränze binden, Möhren ernten, T-Shirts bedrucken, eine große Spielfläche für die Kinder mit Kistenrutschbahn und Planschbecken sowie ein halbes Dutzend Führungen durch die Gärtnerei. In der Vermarktungshalle konnten die Gäste "Piluweri im Glas" verkosten, bekamen Infos zum Thema Saatgut, der Wirkungsweise der biodynamischen Präparaten und konnten im "Kinosaal" alte Filme über Piluweri anschauen.
Beeindruckend war das Kuchenbuffet - mit einer riesigen Auswahl an von Mitarbeitenden und Mitgliedern gebackenen Kuchen. Herzhaftes wie Falafeln, Wraps und Wedges gab's an drei Essensständen. S'Böxle hat Wedges aus unseren Kartoffeln gebrutzelt. An der Stelle nochmal ein Dank an alle, die am Vormittag in der Aufbereitungshalle Berge von Kartoffeln geschnippelt haben.
Kein Fest ohne Musik: Mit munterem Folk-Rock und kleinen Anekdoten über ihr Leben "on the road" haben The Brothers Honeywell den Abend musikalisch eröffnet. Zum Sonnenuntergang und darüber hinaus haben dann die Haiducken für Stimmung gesorgt. Zunächst ganz klassisch mit Klezmermusik und im zweiten Teil mit elektronischen Klängen.
Uns bleibt nur zu sagen: Schön, dass so viele Menschen in die festlich herausgeputzte Gärtnerei gekommen sind.
Wir freuen uns schon auf das nächste Fest.