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Die EU will den Schutz vor Gentechnik schleifen – 
da machen wir nicht mit! Versprochen! 

Die EU tut jetzt das, was in den USA und Asien schon der Fall ist: In der konventionellen Landwirtschaft sollen Pflanzen, die mit Neuen Genomischen Techniken gezüchtet worden sind, ohne Kennzeichnung eingesetzt werden dürfen. Ein Riesenfehler - der auch Auswirkungen auf den Bioanbau hat. 

KI generiert: Eine Person bearbeitet Lebensmittel auf einem großen Tablett in einem Raum.

Als Demeter-Gärtnerei haben wir uns bewusst entschieden: Wir wollen keine gentechnischen Veränderungen bei unseren Pflanzen haben. Wir züchten eigenes Saatgut und setzen möglichst viele samenfeste Sorten ein. 

Demeter-Anbau bedeutet arbeiten im Einklang mit der Natur. Genau das werden wir weiterhin tun. Dass dieser Weg richtig ist, spiegeln uns auch unsere Kundinnen und Kunden.

Die große Mehrheit der Bevölkerung lehnt den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft ab. Die Menschen wollen bewusst wählen können: Verbergen sich in meinem Essen gentechnisch veränderte Substanzen? Die Angst, gesundheitsgefährdende Lebensmittel zu sich zu nehmen, ist groß. Verständlich. Die ökologischen Folgen der neuen Gentechnik, etwa durch die Genschere CRISPR/Cas, geplanten Lockerung sind unzureichend erforscht.

Doch die Europäische Union gibt jetzt dem Druck der Lobbyverbände nach und hat eine entsprechende Verordnung auf den Weg gebracht. Diese sieht vor, dass sogenannte Pflanzen aus Neuen Genomischen Techniken, die auch durch zufällige Mutationen in der Natur oder herkömmliche Züchtungen hätten entstehen können (NGT1-Pflanzen) ohne jede Risikoprüfung, ohne Kennzeichnungspflicht und ohne spezielle Anbauregeln eingesetzt werden dürfen. Das gilt für die Landwirtschaft wie für den Handel. 

Eigentlich gilt in der EU das Vorsorgeprinzip: Stoffe, deren Wirkung nicht erforscht ist, dürfen nicht zugelassen werden. Gegen dieses Prinzip verstößt die EU-Kommission nun selbst.

Dies ist nicht nur ein Angriff auf den Verbraucherschutz. Sollte die Verordnung durchgesetzt werden, wäre das auch ein Sieg für die ohnehin schon mächtigen Saatgutkonzerne wie Bayer (mit Monsanto), BASF und die Schweizer Syngenta Group. Sie wittern das große Geschäft, indem sie sich ihre gentechnisch editierten Pflanzen patentieren lassen und an jeder Aussaat mit diesem Saatgut verdienen. Die ohnehin schon von ihnen abhängigen Landwirte müssten sich noch stärker an sie binden.

KI generiert: Ernte von Sonnenblumen in großen Kisten auf einem Feld.

Was sind die neuen gentechnischen Verfahren?

Die Neuen Genomischen Techniken (NGT) umfassen moderne Verfahren wie CRISPR/Cas, auch Gen-Schere genannt. Anders als bei der bisher angewandten Gentechnik wird keine fremde DNA in eine Pflanze eingebaut. Stattdessen schneidet man mit der Gen-Schere direkt in das Erbgut. Ziel ist es, bestimmte Erbinformationen durch den Schnitt zu eliminieren. Dadurch sind tiefgreifende Veränderungen an Pflanzen möglich.

Die EU macht sich die Argumente der Befürworter zu eigen: Die NGT-Pflanzen seien denen aus konventioneller Züchtung gleichwertig. Das ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt. Auch kleinste Abweichungen im Erbgut können gravierende Auswirkungen haben, warnt das Bundesamt für Naturschutz.

Geht es den Befürwortern um mehr Klimaschutz und eine höhere Ernährungssicherheit? Da kann man viele Fragezeichen setzen. Vor allem profitiert die Agrarindustrie: Die Pflanzen sollen widerstandsfähig gegenüber bestimmten Pestiziden werden.

Die Bio-Verbände, Verbraucherschutz- und Umweltorganisationen laufen Langem Sturm gegen diesen „Irrsinn“, wie Tina Andres, die Vorstandsvorsitzende des Bio-Spitzenverbandes BÖLW zurecht sagt. Die einzige Institution, die diesen Dammbruch noch verhindern kann, ist das EU-Parlament. Im März wird voraussichtlich die entscheidende Abstimmung stattfinden. Es bedarf massiven öffentlichen Drucks, eine Mehrheit gegen die EU-Verordnung zu organisieren. Der Umweltausschuss des Parlaments hat der geplanten Lockerung bereits zugestimmt.

Die gute Nachricht: In der Biolandwirtschaft werden die NGT1-Pflanzen weiterhin nicht erlaubt sein. Sie ist von der EU-Verordnung nicht berührt. Dennoch müssen sie gegebenenfalls damit umgehen, dass auf den Nachbarfeldern womöglich NGT-Saatgut verwendet wird und es zu einer sogenannten Abdrift kommen kann: Der Wind kann Pollen der NGT-Pflanzen auf die Bioäcker tragen. Pollen, etwa von Raps und Mais, können mehrere Kilometer weit fliegen. Oder Saatgut kann am Wegesrand versehentlich ausgesät werden. Die Gefahr, dass es zu ungewollten Vermischungen kommt, ist real. Was einmal in die Umwelt gelangt ist, kann nicht wieder zurückgeholt werden.      

 

Ebenfalls ermutigend: Bio-Erzeuger und -Verarbeiter zeigen jetzt erst recht klare Kante: indem sie verstärkt zusammenarbeiten und die ökologische Saatguterzeugung weiter ausbauen. Initiativen wie No Patents on Seeds und  Save our Seeds klären auf und vernetzten die Gentechnik-Gegner.

Auch beim Demeter-Verband gibt es viele wertvolle Infos: https://www.demeter.de/gentechnik 

Wir versprechen Dir – egal, wie die Sache in Brüssel ausgeht: Wir werden unsere Sorten wie jetzt auch entweder selbst züchten oder von anderen Betrieben beziehen, die sie ohne alte oder neue Gentechnik gezüchtet haben. Unsere Anbauflächen werden auch in Zukunft nach den strengen Demeter-Regeln bewirtschaftet. Gut für die Natur, und gut für uns alle.